Active Data Warehouse
- Strategischen Berichtskonsum
hierbei stehen strategische Fragestellungen im Fokus, wie z.B. Segmentierungen, Vergleichsrechnungen, Verkaufsanalysen oder Trendrechnungen. Die Berichte, i.d.R. Standardberichte, weisen eine große Komplexität auf und benötigen Laufzeiten, die nicht im Sekundenbereich liegen. Typischer Anwenderkreis sind Controller oder die Management-Ebene.
- Taktischen (unkritischen) Berichtskonsum
hierbei stehen wichtige Fragestellungen im Vordergrund, die einen begrenzten Umfang an Daten lesen und deren Ergebnisbereitstellung nicht unterhalb von 5 Sekunden zu erwarten sind. Typische Einsatzfelder sind Track & Trace Szenarien oder Abfragen seitens des Kunden auf Auftragsstatus-Informationen.
- Taktischen (kritischen) Berichtskonsum
hierbei stehen wichtige Fragestellungen im Vordergrund, die einen begrenzten Umfang an Daten lesen, deren Ergebnisbereitstellung aber maximal 2 Sekunden betragen darf. Typische Einsatzfelder sind im Bereich KundenserviceCenter zu sehen, wo durch Rufnummern- Erkennung entsprechende „Kundenprofile“ dargestellt werden, die den telefonischen Kontakt unterstützen sollen. Es handelt sich bei dieser Art von Berichtskonsum um speziell auf den Anforderungsfall optimierte Berichtsdefinitionen.
- Ad-Hoc Informationskonsum
hierbei handelt es sich um Berichte die nicht geplant, sondern aus speziellen Anforderungen heraus resultieren. Typische Einsatzfelder sind tiefergehende Analysen auf Detaildaten um Auffälligkeiten aus Standardberichten zu verifizieren. Poweruser und Detailanalysten mit breiterem IT-Wissen nutzen i.d.R. die Ad-Hoc-Möglichkeiten unter Anwendung eines Reportingwerkzeuges.
Active Datawarehousing“ ist ein:
Active Datawarehousing“ hat wesentlichen Einfluss auf …
- die Datensicherungsstrategie
auf Grund der hohen Verfügbarkeit des Active Data Warehouses sind die Zeitfenster für Datensicherungsszenarien knapp bemessen. Hier sollte rechtzeitig eine Strategie entwickelt werden, ob und wie die Daten gesichert werden sollen. Alternativen können hier ein „Dual Active System“ bzw. eine RAID-1 Datenspiegelung etc. sein.
- die Überwachung des Data Warehouse
durch permanente Ladezyklen und einer höheren Benutzerfrequenz unterliegt das Data Warehouse System einer gesteigerten Systembelastung. I.d.R. steigt die Akzeptanz und damit auch die Wichtigkeit dieses Systems im Gesamtsystem-Verbund. Dieses erfordert bessere Kontrollmechanismen, da bspw. , durch die Nutzung von taktischen Queries, die auf Near-Realtime-Daten basieren, geschäftskritische Applikationen genutzt werden. Zur Unterstützung des Überwachungsprozesses könnte das Produkt „EXA EarlyWarner“ eingesetzt werden.
- die Datenmodellierung
um den „Active Load“-Prozess zu unterstützen ist es erforderlich, dass das implementierte Datenmodell daraufhin optimiert ist. Bei parallel ablaufenden Integrationsläufen in geringen Zeitabständen kann es zu Session-Blockungen kommen, die u.U. das Gesamtsystem soweit belasten, dass geschäftskritische Anwendungen nicht mehr lauffähig sind. Der Einsatz von „Primary Indizes“ und „Partitionierungen“ ist sensibel zu prüfen.
- die Dokumentation der Datenimporte
mit steigender Frequenz der Ladezyklen und steigendem Datenvolumen ist die Gefahr von Doppelverarbeitungen gleicher Rohdaten nicht ausgeschlossen. Die Validierung von Ladevorgängen wird erschwert bis unmöglich. Diesem Sachverhalte muss, durch Speicherung wesentlicher Informationen über den Integrationsvorgang und während des Integrationsvorganges, Rechnung getragen werden. Auch die Dokumentation dieser Vorgänge hat wesentlichen Einfluss auf das Datenmodell.
